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Die Flucht aus Piemont nach Deutschland

(Nach einem Aufsatz von Ruth Pons)

Im September 1698 zogen rund 3.000 Menschen aus den Tälern Piemonts über den Mont-Cenis-Paß und durch Savoyen nach Genf. Die Männer, Frauen und Kinder waren Waldenser: Anhänger einer im zwölften Jahrhundert von dem Lyoner Kaufmann Petrus Waldes gegründeten Glaubensgemeinschaft, die sich später der Reformation anschloss. Grund für die Flucht waren die Folgen der Aufhebung des "Edikts von Nantes" im Jahre 1685 durch König Ludwig XIV., womit ihnen die öffentliche Ausübung ihrer Religion strikt untersagt wurde.

Genfer Protestanten hatten sich bereit erklärt, die Flüchtlinge den Winter über aufzunehmen. Durch Vermittlung der Niederlande und England gelang es die Waldenser in Deutschland anzusiedeln. Die Gruppe, zu der Abraham Revior gehörte, kam auf den heute nicht mehr existierenden Gundhof. In der Nähe von Mörfelden schuf man unter großen Anstrengungen und Fleiß die Basis für einen Neuanfang. "Walldorf" wurde gegründet. Abraham Revior ist einer der Gründerväter des neuen Ortes.

 


Letzte Änderung:

Mittwoch, 23. März 2016 um 23:14:09 Uhr